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Ich denke, also bin ich !?

Ein großer Philosoph sagte einmal: "Ich denke, also bin ich."
Seit diesem Satz halten wir uns für die höchsten Geschöpfe auf dieser Erde weil wir Denken können, so glauben wir zumindest. Niemand hinterfragt jemals was es überhaupt bedeutet zu Denken. Noch viel wichtiger ist, niemand fragt ob nicht auch Tiere denken können. Jeder der einen Hund sein Eigen nennen darf weiß, dass man dem Tier viel beibringen kann, es merkt sich Kommandos und weiß irgendwann wofür es belohnt und wofür es bestraft wird. Sicherlich ein Hund kann nicht unsere Sprache lernen, aber vielleicht nicht weil es sein Hirn das nicht hergeben würde, vielmehr sind seine Stimmbänder nicht dafür konzipiert.

Womit ich mich aber eigentlich auseinandersetzen möchte sind die Schattenseiten unseres Denkens. Wie alles auf der Welt hat unsere Gabe zur Intelligenz eine gewaltige Schattenseite!
Das positive am Denken ist, dass wir dadurch all die wundervollen Errungenschaften erlangen konnten wie das Rad, den elektrischen Strom und Ed Hardy. Wir sind in der Lage logisch und mathematisch zu Denken, können aber gleichzeitig auch Kunst in Bild, Schrift und Musik schaffen. Wir sind also nicht alle nur einfache Rechenmaschinen, wie jene an der ich gerade sitze und meinen Text niederschreibe. Natürlich kann ein Computer ein Bild erschaffen ohne jede Frage, aber in dem Bild würde all das Fehlen was ein Mensch einem Bild geben kann - Emotionen und einen gewissen Hintergedanken.
Doch so wunderbar kreativ wir auch sein können, diese Kreativität kann uns schnell zum Verhängnis werden. So wundervolle bunte Welten mit vielen Blumen und fröhlichen Menschen wir erschaffen können, so grausame graue Welten mit Tod und Zerstörung können wir gleichfalls erschaffen. Das meine ich in zweierlei Hinsicht.

Die erste ist die Hinsicht mit der etwa Hitler handelte. Er dachte er würde der Welt einen Gefallen tun wenn er ihr seinen Willen, seinen Traum, aufzwingt. Für ihn war es vollkommen legitim Menschen auf bizarre Weise umzubringen wie etwa durch Brennöfen oder Gaskammern. Ja, auch solche Ideen zeugen von einer gewissen Form von Kreativität. Sicher nicht die Kreativität die man sich gerne mal in einem Museum in New York ansehen möchte nach einem stressigen Arbeitstag, aber immerhin Kreativität.
Die zweite und zugleich persönlichere Schattensein unseres Denkens ist unsere Schwarzseherei. Sie ist der Teil der etwa für das Gefühl der Existenzangst zuständig ist oder der Teil der alle Mütter dieser Welt in ständiger Sorge um ihr Kind hält. Es ist die Fähigkeit eine schlechte Situation, ähnlich wie in einer Karikatur, so weit auszumalen, dass sie schon mehr als bedrohlich wirkt. Jeder kennt dies Gefühl.
Man bekommt etwa gesagt, dass die eigene Arbeitsstelle eventuell wegrationalisiert werden soll. Augenblicklich malt man sich die grausamsten Horrorszenarien aus! Was tun wenn ich arbeitslos werde? Wie soll ich noch genug Geld für Miete und andere Kosten aufbringen? Wie kann ich meine Familie oder mich selbst ernähren?

Wichtig ist zu beachten, dass die Situation der drohenden Arbeitslosigkeit gar nicht feststeht. Es kann auch nur ein Gerücht sein, welches gerade auf Arbeit rumgeht, ausgedacht von der Chefsekretärin die sich einfach mal einen bösen Spaß erlauben wollte.

Diese Schattenseite hat natürlich auch einen gewissen Zweck. Sie soll uns in drastischer Weise zeigen was alles auf uns zukommen kann, ich betone das Wort 'kann'!
Das manche Menschen dieses Angstgefühl ständig zu haben scheinen und vollkommen unsicher durch die Welt laufen habe ich noch gar nicht erwähnt. Diese Menschen bewegen sich durch die Weltgeschichte als würden sie auf rohen Eiern laufen und Angst haben das sie eines kaputt machen. Dabei müssen solche Menschen merken und wissen, dass es oft gar nicht anders geht als die Eier kaputt zu machen!
Solche Menschen sind es die sich meist nach Prüfungen fertig machen, die sich jeden Fehler mehrmals am Tag selbst vorwerfen und die ohne ein gesundes Selbstbewusstsein.

Diesen Menschen möchte ich jedesmal nur sagen ihr seid auch nur Menschen! Menschen schaffen nicht alles zur vollsten Perfektion. Nur weil man in einer Prüfung mal gefühlsmäßig schlecht abgeschnitten hat muss sie doch nicht gleich schlecht sein, man muss erstmal das Ergebnis abwarten! Genausowenig kann man auch mal einen Fehler machen, es gehört einfach zum Leben Fehler zu machen. Die Kunst ist aus diesen Fehler wieder zu Lernen!

Ich könnte jetzt anfangen mit positivem Denken, aber davon halte ich nicht viel. Vielmehr wirkt es wenn man sich bewusst macht, dass das was sich mein Hirn gerad zusammenspinnt nur Gedanken sind, aber eben nicht die Realität! Nur weil ich mir ausmale wie ich morgen meinen Job verliere heißt das noch lang nicht das es auch so kommt oder?
So Hirn und unsere Vorstellungskraft mögen im eigenen Körper große Macht haben, aber nicht außerhalb des Körpers!

Also macht euch bewusst, dass das was ihr denkt, nur eine von Millionen von Realitäten ist! Riskiert einfach mal etwas im Leben! Traut euch mal auf den Tisch zu hauen und habt nicht immer Angst etwas kaputt zu machen! Klar manchmal wird etwas kaputt gehen, aber was kaputt geht kann man auch wieder reparieren oder notfalls neukaufen oder?

In diesem Sinne noch einen risikofreudigen Tag!

Euer DrCid

21.5.11 20:08

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