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Knappe Zeit? So'n Quatsch!

Wir leben in einer der wohl schnelllebigsten Gesellschaften der Geschichte. Heute muss alles schnell gehen! Der Kaffee wird gleich im Gehen getrunken, die E-Mails kann man von seinem Handy aus abrufen und ins Netz kann man sowieso schon von jedem Ort aus. Normalerweise müssten doch alle Menschen viel zu viel Zeit haben oder? Falsch gedacht!
Aussagen wie : "Mein Tag müsste 30 Stunden haben!", hört man immer öfter. Für alles und jede Tätigkeit ist heutzutage zu wenig Zeit übrig und das obwohl wir doch sowieso schon alles gleichzeitig machen. Ich bin ein gutes Beispiel dafür: Morgens auf dem Weg zur Arbeit höre ich in der Bahn Musik, esse eine Kleinigkeit als Frühstück und lese nebenbei noch eine Zeitschrift. Ich mache 3 Dinge gleichzeitig! Und ich bin beileibe nicht der einzige Mensch der das so handhabt. Immer wieder sehe ich Menschen die Kaffee trinken, irgendetwas lesen und gleichzeitig noch telefonieren und das alles auf dem Weg zur Arbeit.

Okay wenn also alles schneller und 'to go' wird wieso dann das Gefühl der zu wenigen Zeit? Dafür gibt es eine einfache Erklärung. Dadurch das man heute so gut wie alles machen kann haben wir im Vergleich zu unserer verfügbaren Zeit zu viele Möglichkeiten irgendeine Aktivität auszuführen. Wir haben also nicht zu wenig Zeit, sondern nur zu viele Möglichkeiten.

Bedenkt man mal was die Menschen früher vor 500 Jahren alles hatten. Die hatten ihre Arbeit und wenn sie etwas besser betucht waren vielleicht ein Hobby á la Reiten. Die hatten dann zu viel Zeit, aber zu wenig Möglichkeiten diese für sich selbst sinnvoll zu füllen.
Wir können heute alles machen! Wir können in ein Kino, ins Theater, die Oper, ein Museum, in den Zoo, in ein Cafe, in eine Disko und so vieles mehr. Noch mehr Möglichkeiten haben wir zu Hause: sehe ich heut Fernsehen, geh ich lieber ins Internet, höre ich lieber Musik oder lese ich ein Buch?

Durch die vielen uns offenstehenden Möglichkeiten wissen wir oft nichts sinnvolles mit uns anzufangen, denn wir haben die typische 'Qual der Wahl'. Wenn wir ein Buch lesen könnten wir einen guten Film verpassen, aber schauen wir einen Film könnte ich ein gutes Album von meinem Lieblingskünstler verpassen.
Statt alles Schritt für Schritt tun zu können versuchen wir eben ein Buch zu lesen und gleichzeitig das neueste Album von jemandem zu hören. Wir werden zu Multitaskern aus Angst etwas zu verpassen.

Wenn mich jemand fragt wie man dieser Sache vorbeugen kann gibt es nur eine Möglichkeit: Setz dir Prioritäten! Es müssen keine rationalen Prioritäten sein sondern einfach sich selbst bewusst werden was man jetzt gerade möchte. Und vor allem sich damit abfinden können das man dann eben nicht sofort den aktuellesten Film sehen kann. Der Film läuft einem ja nicht weg! Nur weil man ihn heute nicht schaut, heißt das ja nicht das man morgen dazu keine Chance mehr hat.

Dieses einfache Grundprinzip der Prioritätensetzung gilt natürlich auch für all jene die auf Arbeit zu wenig Zeit haben. Einfach eine Liste machen und aufschreiben was man am dringsten Tun muss - neudeutsch nennt man das To-Do-Liste.
Auch ganz wichtig, selbst wenn Zeitdruck droht nicht unter Druck setzen lassen. Trotzdem im normalen Tempo weiterarbeiten. Das Problem wenn man sich selbst unter Druck setzt, man pusht sich dann selber total hoch. Und wenn das Hirn unter Stress oder Druck steht schaltet es in einen Fluchtmodus bei dem es nicht mehr richtig denken kann. Jeder der schon mal richtig gestresst war kann dann nicht mehr denken. Stattdessen aktiviert das Hirn die körperlichen Reserven, der Herzschlag geht hoch und das Adrenalin flutet den Körper. Das Hirn denkt wirklich es müsste jeden Moment flüchten.

Vor ein paar Millionen Jahren hätte uns dieser Mechanismus noch das Leben gerettet, aber heute müssen wir vor keinen wilden Tieren weglaufen, stattdessen nervt uns unser Chef.
Deshalb immer versuchen ruhig zu bleiben. Ich weiß, dass das am Anfang sehr schwer ist, weil man es sich so angewöhnt hat, es liegt uns im Blut so auf Stress zu reagieren, doch wer es einmal geschafft hat sich nicht unter Druck zu setzen, der schafft es dann immer wieder.

Fazit: Egal ob in der Freizeit oder auf Arbeit immer Prioritäten setzen. Was möchte man gerade tun in der Freizeit oder was muss am dringlichsten erledigt werden auf Arbeit. Einfach einen Schmierzettel mit einer To-Do-Liste machen.
Und wenn Stress herrscht aus Zeitgründen, nicht stressen lassen und nicht aufregen. Selbst wenn ihr euch aufregt, wird das die Zeit auch nicht verlangsamen oder euer Problem lösen! ;-)

Etwas in eigener Sache: Wenn ihr wollt das ich über ein bestimmtes Thema schreiben soll schreibt es einfach als persönliche Nachricht an mich, würde mich sehr freuen wenn ich euch weiterhelfen kann.

25.5.11 23:55

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bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Leuchten Esther / Website (22.6.11 14:17)
Ich denke mal man muss sich einfach die Zeit nehmen obwohl sich viele in der heutigen Zeit auch selbst den Stress machen.

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